Ich betrüge ihn

Definition von „Betrügen“ laut Deutscher Duden online, 2019:

  1. bewusst täuschen, irreführen, hintergehen
  2. durch Betrug um etwas bringen

Ich habe solche Angst betrogen zu werden. Ich habe Angst körperlich betrogen aber vor allem habe ich Angst emotional betrogen zu werden. Und ich? Ich betrüge jeden Tag. Ich betrüge meinen Freund. In tausend Sekunden über den Tag verteilt ein kleines bisschen. Bis ich am Ende des Tages die Betrügerin bin.

Ich bin mal wieder viel früher wach als Du. Ich bin ganz leise, krabbele aus dem Bett und versuche lautlos etwas zu machen, damit ich Dich nicht aufwecke. Was sich schwierig gestaltet in einer Ein-Zimmer-Wohnung und ich wäre gerade gerne laut, weil ich irgendwie aufgedreht bin und mich so freue, dass Du da bist.

Ich sitze vor Dir. Ich habe mir extra eine Frisur überlegt und sie versucht so hinzubekommen. Weil ich möchte, dass Du meine Haare schön findest. Dabei betone ich vor mir selbst doch dauernd wie romantisch ich es finde mit ungekemmten Haaren vor Dir zu sitzen und im Schlafanzug, in unserem Fall in der Regel T-Shirt und Jogginghose, zwischen Frühstück und wirklichem Tagesbeginn die vormittaglichen Wochenendminuten zum Rumzualbern zu nutzen, nachdem auch Du aufgestanden bist.

Letzte Woche habe ich meine Strähnchen nachgefärbt. Dabei ist das Aufhellen für meine Haare noch nie gut gewesen. Ich habe heute mal wieder einen Lidstrich auf mein Augenlid gezogen. Denn ich habe irgendwie Angst, Du nimmst meine Augen sonst heute vielleicht nicht so wahr oder sie sind Dir vielleicht schon zu langweiig geworden, weil Du Dich an die Farbe gewöhnt hast. Du schaust ja schließlich nicht das erste Mal hinein.

Ich habe heute bei der Wimperntusche ein bisschen mehr aufgetragen. Bin mit dem Bürstchen extra mehrmals durch meine Wimpern gefahren. Weil ich heute Angst habe, dass Du über Woche, in der wir uns nicht gesehen haben, durch die vielen Foto auf Instagram, Facebook oder auf den Seiten, die Du sonst so besuchst, vergessen hast wie ich aussehe, sie mich vielleicht überlagert haben und nun möchte ich dich nicht enttäuschen, wenn wir uns am Wochenende endlich wieder sehen. Ich habe Angst, dass Du vielleicht vergessen hast, dass Du mich hübsch findest. Oder es zwischen den vielen virtuellen Reizen verloren gegangen ist. Da möchte ich nun sichergehen und nachhelfen. Dabei betone ich dauernd, dass ich Natürlichkeit viel schöner finde. Außerdem hasse ich es, wenn ich vielleicht beim Lachen oder einfach nur durchs Gähnen im Laufe des Tages, ein paar Tränen verliere und dann meine Schminke verläuft.

Ich habe mir extra die enge Jeans angezogen, damit die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass Du meine Rundungen wahrnimmst. Schließlich haben wir nur das Wochenende und dann liegen wieder einige Tage zwischen uns, in denen Du mich nicht siehst und anfasst. Dabei fühle ich mich heute so aufgebläht, dass ich meinem Bauch am liebsten nicht in einen eng aufliegenden Hosenbund eindrücken möchte.

Als wir die Wohnung verlassen, habe ich die Hosenbeine etwas hochgekrempelt, damit ich diesen Knöchel-frei-Look, passend zu meinen Sneakern, hinkriege. Vielleicht, damit ich ein bisschen jugendlicher wirke und Du dann vielleicht vergisst, dass ich etwas älter bin als Du. Dabei habe ich letzte Woche erst mit einer Arbeitskollegin mit einigen Augenverdrehern über diesen Trend philosophiert. Warum man das wohl macht, ob die Beine dadurch schlanker wirken, die Schuhe mehr zur Geltung kommen und dass es dazu eigentlich auch noch zu kalt ist.

Bevor wir rausgehen habe ich mir noch Make-Up über einige Stellen in meinem Gesicht geschmiert. Damit Du denkst, dass meine Haut den bearbeiteten Fotos der Instagram-Mädels, denen Du folgst, doch ein bisschen ähnlicher sieht. Für den Fall, dass Du denkst, so sieht ein Gesicht in echt aus oder es Dir einfach nur wüncht. Dabei hasse ich es mich abends wieder abzuschminken bevor ich in Bett gehe.

Ich habe mich komplett rasiert. Überall, wo ich glaube, dass Du das so haben willst. Wo ich glaube, dass Du es Dir so wünscht. Vielleicht auch aus Angst, dass Dein Gehin die vielen Porno-Muschis im Kopf hat und ich nicht möchte, dass Dich meine dann verwirrt oder aus der Bahn wirft. Dabei hatte ich heute einen so vollgestopften Tag und weiß ganz genau, dass ich meiner Haut nichts Gutes tue, wenn ich mir nicht genug Zeit für das Prozedere und sie nehme.

Ich habe mir extra den BH angezogen, der meine Brüste nach oben drückt. Damit sie zumindest so lange nach mehr aussehen, bis Du mich eventuell später ausziehst.

Wenn wir nebeneinander herlaufen, drehe ich manchmal mit meinen Gedanken ein kleines bisschen durch. Weil Du etwas gesagt hast, was ich innerlich falsch einordne und mich diese eigenen Gedanken unsicher machen. Manchmal komme ich von jetzt auf gleich mit mir nicht klar. Möchte wegrennen, heulen oder schreien. Aber ich bleibe ganz locker und und benutze komische Erklärungen und eine Aneinanderreihung von Rechtfertigungen für Momente, in denen es mir nicht so gut geht. In denen mir etwas Angst macht. Ich will Dich nicht nerven oder überfordern. Dabei möchte ich am aller liebsten augenblicklich all meine komischen Gedanken mit Dir teilen.

Ich bin eine Betrügerin. Wen betrüge ich? Meinen Freund? Die anderen? Alle? Die Welt? Mich?

Ich betrüge um gemocht zu werden. Ich betrüge als Versuch keine Ablehnung zu spüren. Ich betrüge als Anpassungsversuch. Ich betrüge aus Selbstschutz. Ich betrüge aus Angst negativ bewertet zu werden. Ich betrüge aus dem Glauben heraus mir dadurch Sicherheit verschaffen zu können. Ein Betrug bleibt ein Betrug. Egal ob meine Motive nun moralisch vertretbar sind oder nicht.

Ich bringe ihn um die Chance mich kennenzulernen. Ich bringe mich um die Chance, dass er mich kennenlernt. Ich bringe mich um die Chance, dass man mich sieht. Und dann sitze ich da zum Schluss und warte darauf, dass er mir sagt wie sehr er mich mag.

Was würde es mir bringen, wenn man das Ergebnis meines Irreführens, meines bewussten Täuschens mag oder sich sogar jemand in dieses verliebt?

21 Kommentare

    • JayPe

      Das ist lieb, Danke. Ja, ich muss auch teilweise schmunzeln, wenn ich versuche „ich“ zu sein und mich dann doch wieder wie hier beschrieben wiederfinde. Es mir durchs Aufschreiben bewusst zu machen hilft vielleicht.. 🙂

        • JayPe

          Klingt, als hast Du Erfahrung. Na dann hoffe ich, dass ich mich schon oft genug nicht verbogen habe, sodass man mein Ich schon erkennen konnte nach außen. 🙂

          • molefran

            Schmunzel … Das kannst nur du beurteilen! Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass dein Ich immer mal wieder zum Vorschein kommt.

  • freudenwege

    Ich erkenne mich in deinen Worten wieder.. Es ist wirklich nicht leicht man selbst zu sein.. Weil das könnte ja anderen Menschen oder mir selbst auch nicht gefallen. Und wer sind wir schon wirklich? Schwiiierig!
    Liebe Grüße
    Julia 🙂

    • JayPe

      Danke, Du bist lieb.
      Jaaa, vor allem ist mir schon bewusst, dass ich ja auch ich sein will und auch eine Beziehung führen will, in der ich ich bin plus für MICH gemocht werde. Aber wie Du siehst hapert es an der Umsetzung. Und an manchen Tagen ganz besonders..
      Man, das ist echt gut, wenn man weiß, dass andere sich da auch erkennen.
      Liebe Grüße zurück 🙂

      • freudenwege

        Gerade in letzter Zeit fällt es mir besonders schwer das zu tun, worauf ich Lust habe und nicht von dem ich denke, dass andere es von mir wünschen oder gar erwarten.
        Ich orientiere mich viel zu sehr am außen, statt in mich hineinzuhorchen. Das möchte ich aber lernen..
        Ist nicht einfach, wenn man sehr unsicher ist, aber ich hoffe es wird irgendwann mit der Zeit kommen, das innere Gefühl..
        Alles Liebe,
        Julia 🙂

        • JayPe

          Ich weiß ganz genau was Du meinst. Dann fragt man sich auch immer wieder: Was bin denn jetzt eigentlich ich? Nachdem mir das generell bewusst wurde trainiere mich gerade nun gerade darauf es im Kleinen zu versuchen. Ich versuche gedanklich vor winzigen Reaktion meinerseits im Alltag wie mal kurz „Pause“ zu drücken und es zu reflektieren. Aus welchem ich nun gerade etwas machen will und ob es wirklich für mich ist. Klingt banal und vielleicht komisch, aber irgendwie wirkt es. Ich versuche es jeden Tag aufs Neue, Du hoffentlich auch. 🙂

          • freudenwege

            Das ist ein richtig guter Ansatz. Ich versuche das auch immer mal wieder, aber die guten Vorsätze rücken hier und da auch wieder in den Hintergrund.. Es gibt so viele Dinge, auf die ich mehr achten möchte..
            An manchen Tagen klappt es gut, an anderen (wenn ich sehr selbstkritisch und unsicher bin) eher nicht. Aber das ist wohl auch Übungssache.. 😉

          • JayPe

            Ist echt so. Je unsicher ich gerade bin, desto schwieriger fällt das Ganze.
            Letztendlich passiert ja auch alles in unserem Kopf und über unsere Gedanken haben wir die Macht. Auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt. 🙂
            Was mich in letzter Zeit auch sehr motiviert hat ist der Gedanke: Ich will nicht mit 80 Jahren zurückblicken und sehen, dass ich mir quasi die ganze Zeit nur Gedanken gemacht habe, was andere von mir denken und den Kopf darüber zerbochen wie ich denn nun sein muss. Dann hätte ich irgendwie nicht mein Leben gelebt. Plus die Neugierde rauszufinden, wer MICH nun mag und sich gerne mit mir umgibt, wenn ich so bin, wie ich bin, ohne angepasst zu sein.
            Ich glaube wirklich, das ist eine Übungssache. Hat ja auch lange gedauert uns das „alte Model“ anzueignen. Unser Kopf kennt ja nichts anderes bisher. Deshalb müssen wir es ihm in ganz kleinen Schritten beibringen 🙂 ich wünsche Dir alles Beste dabei 🙂

    • Rainer Großmann

      Zitat:v „… Es ist wirklich nicht leicht man selbst zu sein. …“

      Wer sind wir den wirklich Wo ist unsere Grenze, was ist das „Ich“? Ich habe einmal vor jahren lauter Emanationen, also Ausprägungen, von mir rings im Kreis herum um mich gesehen. Ich fragte dann die Geistwelt, wer bin ich eigentlich von all den „Rainern“. Wer möchte ich sein, wer soll ich sein? Der Gute, der böse, der Krieger, usf?
      Ich bekam im Laufe der Jahre die Antwort, dass wir gar kein begrenztes „Ich“ sind, sondern aus vielen Facetten bestehen und mit allem verbunden sind. Dieses lebt u. U. auch in uns.

      Und Jana, in der Tat, wir betrügen uns und andere jeden Tag, mehr, oder weniger, immer ein bisschen, oder auch nicht. Aber auch deshalb, weil wir immer irgendjemand sein WOLLEN. Wollen wir das einmal nicht, sieht man das Betrügen auch lockerer, den man erkennt keinen Betrug mehr darin. Aber trotz allem, Erlangung von Bewusstsein über die Dinge, wie sie sind und nicht sind, befreit.

      Es heilt!
      Rainer

    • JayPe

      Ja, Du hast Recht, das ist absolut realitätsnah. Ich habe mich gerade voll gefreut, Danke für Deinen lieben und authentischen Kommentar 🙂

  • Projekt Beziehung

    Hi! Das ist der erste Beitrag, den ich auf Deinem Blog gelesen habe. Nachdem Du heute einen Beitrag von mir geliked hast, bin ich auf Dich gestoßen. 🙂 Der Artikel gefällt mir sehr gut. Einfach menschlich. Eine echte Antwort auf all Deine Fragen (an Dich selbst) steht mir natürlich nicht zu.

    Aber eines kann ich sicher sagen: Ich hab mich immer sehr gefreut, wenn meine Ex-Freundin sich NICHT geschminkt hat. Wenn sie in einer lässigen Sporthose herumgelaufen ist. Wenn sie die Haare einfach nur kurz gekämmt hat, fertig, anstatt noch so ein Volumen-Chemie-Cocktail hinein zu sprühen. Und wenn sie ganz besonders die Augenpartie nicht geschminkt hat, weil ich die echte Tiefe und Weite in den Augen sehen wollte, anstatt schwarze unechte Konturen.
    Am Ende habe ich mir angehört, dass sie all das stets nur tat, um mir zu gefallen. Sich also nicht zu schminken. Sporthosen zu Hause habe sie nur getragen, die ich sie an ihr toll fand. Und ihre Haare hätte sie eben eigentlich nur voluminös toll gefunden. Sie hätte all das nur meinetwegen „anders“ gemacht, als sie es selbst gewollt hätte. Ohne es mir zwischendurch je zu sagen. Um am Ende den großen Knall heraus zu lassen. Sicherlich nur ein Aspekt von vielen für ein Ende der Beziehung. Aber Deine Frage nach „ab wann betrüge“ ich ist berechtigt. Gute Selbstreflexion. Gefällt mir.

    Warum erzähle ich das?
    Ich fand es witzig, dass Du Dinge beschreibst, die ich mir beispielsweise in meiner vergangenen Partnerschaft gewünscht hätte und darum „kämpfen“ musste. Die ich mir für meine nächste Partnerschaft wieder wünsche. Dinge, die Du hingegen ganz natürlich mitbringst.
    Und andererseits hoffe ich für Dich sehr, dass Du das „sich verstellen“ – wenn es eines Tages einmal nötig wird – richtig kanalisierst und gute Rückschlüsse daraus ziehst.

    Ich bin gespannt auf die anderen Artikel von Dir. Dieser hier hat mir sehr gefallen! Viele Grüße!

    • Jana Pimienta

      Guten Morgen,
      Oh wie cool, Danke Dir für Deinen Kommentar und vor allem für Deine Offenheit. Ich mag es total, wenn ich höre, was andere mit meinen Worten verbinden.
      Du hast meine Gefühle in diesem Text gut erkannt, an diesen Tagen mache ich das eben weil ich denke, dass so seine Realität aussieht, was ich damit meine: Dass er das gerne will. Das schreibe ich ihm zu. Genau dafür tun mir diese Texte gut. Um mir das nochmal bewusst zu machen, dass das MEINE GEDANKEN sind. Habe ich es aufgeschrieben, kann ich viel besser entscheiden, was ich nun damit mache und eigentlich denken und dadurch dann fühlen will.
      Habe ich es richtig verstanden, dass Du gemerkt hast, dass Du Dir eine andere Art von Selbstreflexion wünscht?
      Hab einen schönen Tag,
      herzliche Grüße
      Jana

      • Projekt Beziehung

        Gerne. Eine andere Art von Selbstreflexion von Dir? Nee nee, ich hatte ja geschrieben: „Gute Selbstreflexion. Gefällt mir.“
        Du tust das ja, Dich selbst zu hinterfragen. Wer macht das schon bewusst? Die meisten Menschen leben einfach vor sich hin und merken gar nicht, dass sie in diesem Augenblick gerade dies oder in einem anderen Augenblick gerade jenes machen. Sie tun einfach. Bumm. Und der Tag ist rum. Und wieder einer und wieder. Und nach 365 solcher Tage ist ein Jahr rum. Und wenn Du sie fragst: „Was hast Du letztes Jahr so gemacht?“, dann kommt meist so etwas wie „keine Ahnung, die Zeit ist einfach vergangen“. Traurig ist das.

        Also wer denkt schon darüber nach was er tut? Wer schminkt sich schon EXTRA für seinen Partner, obwohl sie es selbst eigentlich gar nicht will oder für sich nicht tun würde? Du machst das bewusst. Das ist doch schon mal wesentlich, wie ich finde. Du reflektierst Dein Verhalten. Wer tut das? 99,9% der Menschen nicht. Das ist doch außergewöhnlich! Und dann schreibst Du es auch noch nieder und beschäftigst Dich damit, wägst ab und versuchst in Dich hinein zu fühlen. Wer macht das denn? Gut, es gibt ein paar Menschen da draußen, keine Frage. Wir blogger gehören teilweise bestimmt dazu. Aber wieviele Menschen bloggen?! 🙂

        Die Frage ist eine Andere. Ich weiß nicht ob das so leicht aus meinem Kommentar herauslesbar ist oder nicht. Die Frage ist: Ist es gut, sich „anzupassen“ bzw. „zu verstellen“. Ich wollte damit ja nur sagen: Meine Ex-Freundin tat das, mir zuliebe. Wie sie sagte. Nur um am Ende von allem genug zu haben und dann paralle mit jemand anderem aus meinem Leben zu verschwinden bzw. mich vor vollendete Tatsachen zu stellen. Ich weiß heute, dass „sich verstellen“ auf Dauer für mindestens eine beteiligte Person nicht gut ist. Aber sich selbst bewusst zu sein, dass man sich bewusst verstellt, ist doch schon mal ein genialer Schritt. Was wir dann daraus machen, liegt in unserer Hand. Anders gesagt: Andere Menschen verstellen sich tatsächlich bzw. werden verstellt (passiv!) und merken es nicht einmal. Das ist für mich der Supergau. Davon bist Du ja weit weg. Im Gegenteil. 🙂
        Aber wenn Du mit Themen wie Selbstreflexion etwas anfangen kannst und Offenheit gut findest, gibt es auf meinem Blog sehr viel dazu. Auch wenn ich aus einer etwas anderen Zielrichtung auf die Themen blicke. Bei mir ging es ja darum meine Traumfrau zu finden. Und nachdem sich das als Reinfall herausgestellt hat, suche ich jetzt eben die Traumfrau 2.0. Klingt lustig, ist aber ernst gemeint. 😉
        Viele Grüße zurück und alles Liebe

        • Jana Pimienta

          Ich verstehe Dich so gut. Wenn man einmal anfängt, gibt es auch eigentlich kein zurück und als Nebeneffekt überlegt man sich: Wer von den Menschen um mich herum, nimmt eigentlich wahr was er macht? Geschweige denn was er denkt, jetzt gerade und warum? Super spannend ..
          Und wer von denen ist sich eigentlich über die eigene Macht/ Fähigkeit darüber bewusst?

          Und mit Sicherheit hast Du genau dafür die Erfahrung Deiner letzten Beziehung gelebt. Um Deine Wünsche zu festigen. Um Dich zu festigen und welche Beziehung Du Dir wünscht. Heute ist da ja nochmal wichtiger, da seinen Gefühlen und Wünschen nah zu sein, damit man sich bei all den Modellen nicht verliert und die Chance hat seine Beziehung mit dem potentiellen Partner zu kreieren. Ich freue mich davon zu hören… 🙂

      • Projekt Beziehung

        Also mit meiner Art der Selbstreflexion war ich in der Beziehung ganz zufrieden. Ich hätte mir das nur von der Partnerin auch gewünscht. Dass sie sich bewusst ist, was sie eigentlich will und sich eben nicht für mich verstellt. Sondern entweder lernt die Dinge schön zu finden wie ich sie schön finde und das dann auch aufrichtig gerne so macht oder – was sicher öfter der Fall wäre – dazu steht, dass sie etwas nicht toll findet und das wenigstens klar kommuniziert. Dann muss sich niemand verstellen und jeder hat die Möglichkeit den anderen so kennen zu lernen oder so lieben zu lernen wie er wirklich ist. Kein Mensch möchte sich gerne in die Fassade des Partners verlieben müssen, nur um danach festzustellen, dass alles eine große Illusion war. Das ist schade und unnötig. 😉

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: