Das beste Buch meines Lebens

Liebes Tagebuch,

Ich habe mir vor 2,5 Jahren mein erstes Tattoo stechen lassen. Großer Sinn, kurz erklärt: Es war der Zeitpunkt, wo mir klar wurde, ich schaue nicht zu wie mein Leben mir passiert und kann mich über manches freuen und manches nicht, sondern ich selbst gestalte es. Ich habe sowas gedacht wie: Geil, ich habe mein Leben vor mir und kann über die Geschichte entscheiden. Über den Inhalt. Ich kann jetzt schon die Weichen stellen. Ich kann eigentlich direkt den Klappentext schreiben, und den Inhalt darin schon mal wiedergeben. Weil ich es in der Hand habe. Alleine dieses Gefühl war schon genial.

Jetzt merke ich gerade, das ist noch gar nicht alles. Das ist noch mehr. Ich habe die Verantwortung nicht nur in den großen Gestaltungspunkten, um mir schöne Dinge ins Leben zu legen und Ziele zu setzen.
Es ist noch viel konzentrierter. Es ist viel mehr. Es ist jede Sekunde. Ich habe Verantwortung und damit die Gestaltungsfreiheit in ALLEM ALLEM ALLEM. Für meine Gefühle, für mein Handeln, für mein Denken.

Ich schreibe nicht nur den verdammten Klappentext, ich schreibe JEDES KAPITEL. Jede Szene. Jeden Satz. Jede Zeile. Jedes Wort. Ich atme die Buchstaben aus und entscheide über jedes Satzzeichen in meinem Buch. In meiner Geschichte.

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