Was soll denn dieses „an sich arbeiten“?

In letzter Zeit bemerke nicht mehr nur ich, dass sich bei mir was verändert hat. Meistens sage ich dann: „Cool, ich habe nun auch lange an mir gearbeitet“.

Was heißt das denn überhaupt? War ich denn vorher nicht gut genug? Was habe ich denn da bearbeitet? Lange waren meine Gesprächspartner nach diesem Satz still. Ich könnte mir vorstellen, dass das damit zu tun haben könnte, welche Vorstellungen sich dann bei diesen auftun. „An sich selbst arbeiten“ oder „Persönlichkeitsentwicklung betreiben“ – Was heißt das denn? Was macht man denn da? Ist das denn nötig? Klingt irgendwie so aufwendig. Muss ich mich dafür irgendwo anmelden, hohe Summen zahlen oder mich irgendwo einschreiben?

Ganz klar, am Anfang steht da das persönliche Empfinden, dass das hier irgendwie nicht alles sein könnte oder Dich Deine Art zu leben in irgendeinem Punkt nicht ganz erfüllt. Am Anfang ist da ein subjektiv empfundener Mangel. Wie in jeder klassischen Geschichte, in welcher der Protagonist seine Reise und damit seine Entwicklung antritt. Dazu kommt eine große Portion Neugier. Neugier auf die Möglichkeit neuer Optionen für die eigene Lebensgestaltung.

Bei mir war es das extreme Gefühl von ständiger Unsicherheit durch den Glaubenssatz, dass ich, ohne Kontrolle und Anpassung meiner Umstände in dieser Welt, niemals sicher sein kann.

Ich habe mich, bis auf wenige Ausnahmen, nirgends angemeldet. Ich habe nicht viel Geld ausgegeben. Was ich gemacht habe lässt sich in folgendem Satz erklären. Ich habe mich mit mir selbst auseinandergesetzt und parallel dazu habe ich mich durch all die Angebote durchgewühlt, die dieser besagte „Achtsamkeitsmarkt“ kreuz und quer auf seinem Wühltisch präsentierte. Ich bin durch alles durch, was ich finden konnte und suchte mir die, für mich richtigen Teile, raus, um sie auszuprobieren. Manche legte ich direkt wieder zurück und andere will ich am liebsten jeden Tag tragen.

Hier durfte ich das Phänomen erleben, dass wenn man sich und seine Bedürfnisse gerade besser kennenlernt, sich automatisch die Türchen öffnen, die man gerade braucht. Und diese einen teilweise regelrecht anspringen. Mich sprangen sie an in Form von Büchern, Reisen, Meditationen, Mentalen Übungen, Podcasts, Texten, Blogs, Filmen und Gesprächen mit den richtigen Menschen zur richtigen Zeit.

Letztendlich habe ich mir nichts hinzugefügt oder mich „bearbeitet“. Es war und ist Aufwand, ja. Aber für mich wohl der, der mich am meisten bereichert. Denn er bringt mich zu mir. Zu dem, was mich aus macht. Was ich bin und sein will, wenn man dieses unendlich stressige Verbiegen wegnimmt.

Und da meine Gesprächspartner nun immer öfter doch nachfragen, habe ich mir mal eine Liste gemacht. Ich bin gedanklich durch meine letzten zwei Jahre gewandert und werde jetzt anfangen hier meine, für mich persönlich, besten Tipps abzutippen, um sie mit euch zu teilen.

Vielleicht ist ja was für den einen oder anderen dabei. Als kleiner Unterstützer für das Kreieren der eigenen Story. Der eigenen Heldenreise.

Ein Kommentar

  • Jeraph

    Das finde ich richtig spitze, dass nun auch deine Mitmenschen eine Veränderung spüren.

    Ich bin momentan etwas schweigsamer hier, aber ich freue mich auf deine Beiträge. XD

    Liebe Grüße
    Jeraph

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