• Abschiedsgeschenk für mich

    Und dann stehe ich da plötzlich. Mit dem Griff meines, bis in die letzte Ecke voll gestopften, Handgepäckkoffers in der einen und meiner Regenjacke in der anderen Hand. Und Du hast mir in den Minuten zuvor das schönste Abschiedsgeschenk gemacht, was du mir hättest schenken können. Eigentlich hast Du schon vor Monaten angefangen es mir zu schenken. Zuerst, als ich auf die Idee kam, dass ich für 6 Wochen weg möchte. Du warst gespannt auf meine Pläne. Es ist gut möglich, dass ich mit einem ganz bestimmten Motiv weg wollte. Denn irgendwie kam die Idee in dem Zeitraum auf, als mir mein Glaubenssatz, dass ich keine Beständigkeit finden könne, verbunden…

  • Datenschutz in Beziehungen – brauchen wir Cookies?

    Datenschutz ist in letzter Zeit ein so großes Thema, man kommt kaum an Diskussionen über die Vor- und Nachteile im Zusammenhang von Datenspeicherungen und deren Verarbeitungen vorbei. Irgendwie macht das ganze Thema mir Angst. Dieses Gefühl, dass es mich wohl möglich irgendwann zerstören könnte. Ich fühle eine Unsicherheit, gerade weil es für mich so wenig transparent scheint. Sodass ich geneigt bin gleich resigniert zu entscheiden: Das ist mir zu viel, da blicke ich nicht durch. Da steige ich gar nicht erst ein. Gefühlt habe ich schon vor einer ganzen Weile den Überblick verloren. Gut möglich, dass genau das mir letztendlich zum Verhängnis wird. Ich will meine Daten sicher aufgehoben wissen,…

  • Mein Mr. Right wird schon alles richten

    Und dann kam der Prinz. Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Liebes Tagebuch, manchmal kam in mir genau dieser Wunsch auf. Dass der Eine kommt und mich umhaut. Alle Zweifel wegfegt. Am besten durch seine pure Existenz. Ich gebe es zu. Es gab Tage, da sehnte ich mich regelrecht danach. So konnte ich sagen: Es muss nur der richtige Typ kommen, dann klappt alles. Das wünschte ich mir eine lange Zeit tatsächlich. Dass es so einfach wäre. Ich hinterfragte es nicht mal. Die Verantwortung einfach abgeben. Irgendwann hinterfragte ich es zwar aber eher durch die Zweifel, ob es für jeden diesen Kerl geben könnte. Ich schickte regelmäßig…

  • Mein Versuch mich sicher zu fühlen: Anerkennung

    Liebes Tagebuch, Blättere ich durch meine alten Tagebücher, dann wird mir ganz komisch. Wahrscheinlich weil sich beim Lesen mein blöder Verdacht bestätigt. Lese ich diese Einträge, möchte ich abwechselnd mit dem Kopf schütteln oder direkt mein vergangenes Ich. Aber meistens möchte ich es einfach in den Arm nehmen und ihm sagen: „Das, was Du hier machst, brauchst Du gar nicht…“ In all meinen Tagebüchern definiere ich mich zu 90 Prozent über das, was andere von mir halten. Über Beziehungen, Freundschaften und die Männer. Zwischen all diesen Kontakten, Treffen, Gesprächen, suchte ich Bestätigung und Anerkennung. Ich suchte nicht danach, ich betrieb einen hohen Aufwand, um regelmäßig mit Anerkennung abgedeckt zu sein.…