• Mich kann man nicht komprimieren

    Liebes Tagebuch, Mich kann man nicht auf den Punkt bringen. Ich selbst kann mich ja schon nicht auf den Punkt bringen. Ich habe Angst, dass Du das gerne würdest. Ich lese so gerne Bücher. Manche von ihnen brauchen sehr viel Zeit. Um den Inhalt in allen Facetten erfassen zu können. Für das Aufnehmen der expliziten Informationen und für das, was ich daraus machen möchte. Zeit, um meine Interpretationen entstehen zu lassen. Damit ich Raum für Fragen und Überlegungen entstehen lassen kann, vor allem oder gerade aus dem Teil zwischen den Zeilen. Ich möchte deren Wirkung fühlen und deren Möglichkeiten für mich erfassen. Dann gibt es da draußen diese schnellen Kicks…

  • Das beste Buch meines Lebens

    Liebes Tagebuch, Ich habe mir vor 2,5 Jahren mein erstes Tattoo stechen lassen. Großer Sinn, kurz erklärt: Es war der Zeitpunkt, wo mir klar wurde, ich schaue nicht zu wie mein Leben mir passiert und kann mich über manches freuen und manches nicht, sondern ich selbst gestalte es. Ich habe sowas gedacht wie: Geil, ich habe mein Leben vor mir und kann über die Geschichte entscheiden. Über den Inhalt. Ich kann jetzt schon die Weichen stellen. Ich kann eigentlich direkt den Klappentext schreiben, und den Inhalt darin schon mal wiedergeben. Weil ich es in der Hand habe. Alleine dieses Gefühl war schon genial. Jetzt merke ich gerade, das ist noch…